Wie ich wurde was ich bin: mein Weg zur Lösungsforscherin in 15 Stationen

Wie ich wurde was ich bin - mein Weg zur Lösungsforscherin

Lösungsforscherin? Was ist das eigentlich? Für mich ist das jemand, der immer auf der Suche nach Lösungen ist – egal welche Überraschungen das Leben für einen bereit hält.
Ich habe festgestellt, dass ich mich in meinem Leben immer wieder neuen Herausforderungen stellen durfte. Manche habe ich mir selbst gesucht. Andere sind mir quasi vor die Füße gefallen. Alle haben sie mich geprägt und zu dem gemacht, was ich heute bin – Lösungsforscherin. Mein Lebensziel ist es, die Welt ein bisschen besser zu machen und Menschen zu inspirieren und zu unterstützen, ebenfalls Lösungen für ihre persönlichen Herausforderungen zu finden und diese auch umzusetzen.

Als ich 1980 in der Nähe von Berlin die Welt erblickte, ahnte niemand, welche Wendungen das Leben für mich bereithalten würde. Ich möchte Euch hier einige wichtige Stationen meiner Lebensreise zeigen und gleich mal festhalten, dass das bei Weitem nicht alle sind.

15 wichtige Stationen auf dem Weg zur Lösungsforscherin

  1. 1980 – 1989: Die kleine schüchterne Danielle
    Aufgewachsen bin ich in einem kleinen idyllischen Dorf in der Nähe von Berlin und durfte schon früh lernen, mich gegen meinen Bruder und meine Cousins durchzusetzen, denn irgendwie war ich immer die Jüngste im Bunde. Das ist mir nicht immer leicht gefallen. Als Jungpionier, wie wir es früher in der DDR waren, habe ich gelernt, diszipliniert zu sein und mich brav unterzuordnen. Ich war super schüchtern und habe mich oft nicht getraut, bei Erwachsenen mal was zu fragen. In der Schule war ich die gute Schülerin in allen Fächern – außer Sport. Da hatte ich absolut kein Talent.
Danielle mit 4 Jahren - klein und schüchtern
Das bin ich – brav und schüchtern mit 4 Jahren.
  1. 1989: Mauerfall – plötzlich muss man sich komplett neu orientieren.
    Im Jahr 1989 fiel die Mauer. Quasi über Nacht änderte sich bei uns das ganze staatliche System. Damit einhergehend gab es bei uns an der Schule viel Verunsicherung und viel Veränderung. Es stellte sich zu dieser Zeit die Frage der ersten Fremdsprache. Einige Stimmen behaupteten damals, dass man nur mit Russisch das Abitur machen könne. Also habe ich (mit wenigen anderen) Russisch gewählt, während sich die meisten gleich „ganz westlich“ für Englisch ab der 5. Klasse entschieden hatten.

    In der 6. Klasse dann wurde umstrukturiert und es wurden Schulen zusammengelegt, es kamen neue Lehrer und neue Fächer. Plötzlich hieß es „wieso Russisch? Erste Fremdsprache muss doch Englisch sein“. Kurzerhand wurden alle, die nicht mit Englisch begonnen hatten, in eine neue Klasse zusammengelegt. Ich durfte also mein heimeliges Umfeld verlassen und mit den neuen Mitschülerinnen und Mitschülern dann in einem Schuljahr das Englisch lernen, das die anderen in Klasse 5 und 6 gelernt haben. Na super!
5. Klasse
Meine 5. Klasse – ein Teil der Klasse hatte Englisch, der andere Russisch als erste Fremdsprache.
Ich bin übrigens vorne linke die mit dem hübschen gelben Pulli.

  1. 1992 – 1999: Sturm- und Drang-Zeit
    Die Zeit am Gymnasium: das war eine prägende Zeit! Als zweite Fremdsprache habe ich – wer hätte es gedacht? – Russisch gewählt.
    Auch hier war klar, dass Sport eines der herausforderndsten Fächer für mich sein wird. Egal ob Leichtathletik oder Turnen – ich war überall eine Niete. Eine der netteren Sportlehrerinnen hat mir beim Weitsprung ein paar Zentimeter mehr aufgeschrieben, damit die Note nicht ganz so schlecht wird. Anscheinend hatte ich mich zumindest angestrengt. Dafür bin ich ihr heute noch dankbar. Ich hab auch damals immer alles zumindest versucht und nie sofort den Kopf in den Sand gesteckt.
    In der Zeit bis zu Abi gab es viele prägende Dinge, die ich gar nicht alle aufzählen kann. Vor allem gab es viele Menschen, die mich nachhaltig geprägt haben und die mich teilweise noch heute begleiten.

  1. 1997: Westafrika – eine andere Welt
    Im Winter 1997 waren wir mit der Familie für zwei Wochen im Urlaub in Gambia. Ein Land, das zu dieser Zeit touristisch noch nicht so sonderlich gut erschlossen war. Mit einer kleinen Reisegruppe sind wir für eine Woche in einem kleinen Bus durchs Land gefahren und haben viel von der Kultur gelernt. Die Gastfreundschaft und das Strahlen in ihren Augen der Menschen dort hat mich unfassbar beeindruckt. Noch mehr bewundert habe ich, wie sehr sich die Menschen dort an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen können. Zurück nach Deutschland kam ich nicht nur mit neuer Frisur, sondern mit dem Wunsch zu helfen. Ich habe an der Schule eine Spendenaktion gestartet – nicht für Geld sondern für Schulmaterialien.
Gambia, Wesrtafrika
In Gambia habe ich mir diese wundervollen Rastazöpfe flechten lassen.
  1. 1999: Sag niemals nie – spontane Wahl des Studienfachs
    Mein Plan war eigentlich, in den Tourismus zu gehen oder etwas Soziales zu studieren, wo ich dann später vielen Menschen helfen kann. Mein Helfer-Instinkt war schon immer stark ausgeprägt. Von Sozial-Pädagogik haben meine Eltern mir abgeraten mit der Begründung, ich könnte mir die Einzelschicksale zu sehr zu Herzen nehmen. Für den damaligen Zeitpunkt hatten sie vermutlich auch Recht.
    Ein Tourismus-Studium wäre auch cool, hätte jedoch Französisch-Kenntnisse vorausgesetzt, die ich nicht hatte.
    Meine Freundin legte mir dann einen Flyer vor: Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Auf dem Informationsblatt stand, dass man keine Vorkenntnisse braucht. Vielleicht sollte ich hier noch erwähnen, dass ich IT in der Schule abgewählt hatte. Ich war fest davon überzeugt, dass ich Programmieren nie in meinem Leben brauchen würde. Aber ok, man kann sich ja mal irren. Ich habe die Herausforderung angenommen.
    Das Studium war nicht immer einfach, weil ich im Gegensatz zu den ganzen Herren tatsächlich bei vielen Dingen bei Null angefangen habe. Ich durfte viel lernen – vor allem folgende Formel: „Wissen ist wissen, wo es steht!“. Man muss nicht immer das Rad neu erfinden und darf auch mal Hilfe annehmen.

  1. Anfang der 2000er: Infiziert mit dem Indien-Virus
    Es gab in meinem Heimatdorf einen Austausch mit einer Reisegruppe aus Indien. Da ich immer schon interessiert an anderen Kulturen war, wurde ich dort mit dem „Indien-Virus“ infiziert und habe mich daraufhin für einige Jahre bei dem „Verein zur Ausbildungsförderung zur Selbsthilfe in Indien (VASI) e.V“ engagiert, der diesen Austausch organisiert hat. Ob es genau diesen Verein noch gibt, kann ich gar nicht sagen.
    Im Winter 2002 bin ich dann allein in den Flieger nach Kalkutta gestiegen, um die Arbeit der Organisation vor Ort kennenzulernen. Ich war 4 Wochen in Indien. Die meiste Zeit in Kalkutta, durfte an einer indischen Hochzeit teilnehmen, habe versucht, den jungen Indern etwas IT beizubringen, habe an „Medical Camps“ teilgenommen und bin dann mit einem befreundeten Inder noch nach Darjeeling gefahren. Eine sehr spannende, lehrreiche Zeit, in der ich natürlich auch in das eine oder andere kulturelle Fettnäpfchen getrampelt bin.
    Diese Reise hat mich nachhaltig geprägt und mir mal wieder aufgezeigt, wie gut es uns hier eigentlich geht. Es wurde mir aber auch bewusst, wie unterschiedlich Kulturen sind und dass man über niemanden urteilen sollte ohne dessen Geschichte und Kultur zu kennen. Auch heute engagiere ich mich noch für Entwicklungszusammenarbeit in Indien. Inzwischen bin ich im Vorstand der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit e.V. (kurz DIZ e. V.) in Frankfurt am Main.
  1. 2002 – 2004: Praxis-Semester weit weg von zu Haus und Diplomarbeit mit Hindernissen
    Für mein Praxissemester und später auch für meine Diplomarbeit bin ich nach Frankfurt am Main zur Dresdner Bank gegangen. Den Platz habe ich tatsächlich über eine Initiativbewerbung ganz ohne Vitamin B bekommen, worauf ich unheimlich stolz bin.
    Ich war das erste Mal für ein halbes Jahr 600km weg von zu Hause und habe mir alleine eine WG gesucht. Ich habe in der Zeit tolle Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Erde kennengelernt. Wieder durfte ich mich auf neue Situationen einstellen – zum Beispiel wegbrechende Projekte, die dazu führten, dass sich mein Diplomarbeitsthema drei mal geändert hat. Aber immer gab es auch Lösungen, so dass ich im Mai 2004 mein Diplom in der Hand hielt.

  1. 2004 – 2005: Auszeit in Australien – Work & Travel nach dem Studium
    Nach abgeschlossenem Studium wollte ich erstmal weg und die Welt sehen. Im August 2004 saß ich mit meinem Bruder im Flieger nach Australien. Was uns auf der anderen Seite der Welt erwarten würde, konnten wir nur vage erahnen. Nach einem kurzen „Farmtraining“, bei dem man uns die wichtigsten Dinge der Farmarbeit beibrachte (Rinder treiben, Zäune bauen, Traktor fahren, Kettensäge bedienen und Cross Motorrad fahren), sind wir zusammen auf einer Rinderfarm mitten im Nichts in Queensland gelandet. Wir haben dort 10 Wochen verbracht und wollten fast gar nicht weiter ziehen. Wir haben dann aber doch noch einiges mehr von diesem riesigen Land gesehen und an vielen Stationen gearbeitet – immer dann, wenn das Geld zur Neige ging, manchmal auch nur gegen Unterkunft und Essen. Mit IT habe ich in dieser Zeit nicht viel gemacht. Stattdessen haben wir angepackt, wo immer es nötig war. Die Zeit hat mich sehr geprägt – vor allem meinen Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung. Aber sie hat auch meinen Bruder und mich zusammen geschweißt, denn wir haben uns wunderbar ergänzt.

  1. 2005: Zurück in Deutschland – rein ins „richtige“ Berufsleben und der Mann fürs Leben
    In Berlin und Umgebung gab es damals irgendwie keine so tollen Job-Angebote. Deshalb hat es mich letztlich beruflich nach Mainz verschlagen. Geholfen haben dabei meine Erfahrungen, die ich bei der Dresdner Bank sammeln konnte. Als Software Consultant (also Software-Entwicklerin) habe ich angefangen und bin prompt wieder in einem Projekt bei der Dresdner Bank gelandet. Wieder musste ich lernen, mich in der Männerdomäne zu behaupten. Mit einem Projektleiter, der den Frauen in der IT erstmal gefühlt nicht viel zugetraut hat. Ich musste ihm erst beweisen, was ich drauf habe und dass ich mich so schnell nicht unterkriegen lasse. Ich musste mir mein Standing erst erkämpfen. Noch immer bin ich Software-Entwicklerin – inzwischen suche und entwickle ich Lösungen für die Kunden der nterra – einer tollen Firma in der Nähe von Darmstadt.

    Über die Arbeit habe ich dann auch schnell den Mann fürs Leben kennengelernt. Bereits wenige Monate nachdem wir zusammengekommen sind, bin ich bei ihm eingezogen. Viele Leute haben mich für verrückt erklärt, aber ich habe mir gesagt: „Was soll schon schief gehen? Im Zweifel kann ich ja auch wieder ausziehen, aber ich war mir so sicher, dass es nicht schief gehen würde.“ 2010 haben wir geheiratet.
Hochzeit 2010
Hochzeit 2010
  1. 2010 und 2013: Ich bin Mama.
    Im Januar 2010 bin ich Mama geworden. Ach was war ich nervös vorher. Nicht unbedingt wegen der Geburt, sondern eher, ob ich der Aufgabe, Mutter zu sein, gewachsen war. Mein Sohn hat es mir dann erstmal mit der Geburt auch doch nicht ganz so leicht gemacht, wie ich das geplant hatte. Er hatte sich nicht rechtzeitig gedreht und so stand ein Kaiserschnitt im Raum. Das war mit meinen Vorstellungen irgendwie schwer zu vereinbaren, denn es passte nicht in meine Heile-Welt-Bilderbuch-Geburt. Meine Frauenärztin hatte damals die Lösung für mich und hat mich zur Uniklinik nach Frankfurt geschickt. So kam es, dass mein Sohn tatsächlich auf natürlichem Weg zu Welt kam. Drei Jahre später kam das Töchterchen noch dazu.
    Das Mutter-Sein stellt mich immer wieder vor neue Herausforderungen, aber das muss ich hier vermutlich niemandem erklären. Ich wachse jeden Tag daran und lerne vor allem auch sehr viel von meinen Kindern.

  1. 2014: Sport und ich – das passt ja doch!
    Während ich zu Schulzeiten mit dem Sport immer auf Kriegsfuß stand, habe ich nach der zweiten Schwangerschaft mit dem Laufen angefangen. Mit einer Freundin habe ich an einem Laufkurs für Frauen teilgenommen und wusste schon vorher, dass es für mich nicht leicht werden würde. Ich konnte gerade mal drei Kilometer am Stück laufen – mit Ach und Krach. Ich war im Kurs immer eine der Langsamsten, aber die Trainerin Annett war unfassbar geduldig und so habe ich es geschafft, am Ende des 10 Wochen Kurses ca. 6-8 km am Stück durchzuhalten.
    Im Sommer 2015 bin ich dann zusammen mit Annett meinen ersten Wettkampf gelaufen – Frauenlauf in Frankfurt über 8 km. Ich kann es also doch!
    Nach diversen Halbmarathons zu denen ich mich immer wieder motivieren konnte, habe ich mir ein neues Ziel gesetzt: mein erster Marathon. Dank meines Mannes und der lieben Annett habe ich im Sommer 2019 viel trainiert und habe viel mit dem inneren Schweinehund gekämpft, so dass ich tatsächlich im Oktober 2019 in der Festhalle in Frankfurt ins Ziel gelaufen bin. Kurz vorm Zieleinlauf ist mir kurz die Luft weggeblieben und ich dachte an meine Zeit im Schulsport. Liebe Sportlehrer, ich bin doch kein hoffnungsloser Fall! Es gibt Menschen, die an mich glauben und wenn man selbst auch noch an sich glaubt, dann ist alles möglich. Sogar ein Marathon.
  1. 2020: Mit Yoga und Laufen – ein fester Bestandteil meiner Woche
    Über Annett bin ich auch zum Yoga gekommen. Beides – Yoga und Laufen – sind inzwischen aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Gerade in den Zeiten der Lockdowns konnte ich damit neben Homeoffice und Homeschooling eine gewisse Balance für mich herstellen.
    Ich muss mich manchmal aufraffen, aber jedes Mal nach dem Laufen fühle ich mich besser. Mit Yoga komme ich zur Ruhe – ich kann mich voll und ganz auf mich konzentrieren und vor allem gibt es keinen Leistungsdruck und kein Vergleichen. Yoga ist für mich aber auch Gemeinschaft, denn ich gehe dazu am liebsten ins Yoga-Studio.

  1. 2021: Neuausrichtung – Nebenberufliche Weiterbildung zur Systemische Beraterin
    Schon immer war ich eine gute Zuhörerin und wurde von meinen Mitmenschen um Rat gefragt. Schon immer haben sich Menschen sehr vertrauensvoll an mich gewendet. Für dieses mir entgegen gebrachte Vertrauen bin ich sehr dankbar.
    Mir macht es auch Spaß zu sehen, wie Menschen sich weiterentwickeln. Es bereitet mir Freude, sie zu beraten und ihnen Impulse zu geben. Ich habe ein sehr feines Gespür für zwischenmenschliche Stimmungen und Befindlichkeiten.
    Deshalb habe ich im Mai 2021 eine nebenberufliche Weiterbildung zur Systemischen Beraterin (neudeutsch: Life Coach) begonnen, die sich über zwei Jahre erstreckt. Hier bin ich absoluter Quereinsteiger, wurde aber von den anderen sehr wertschätzend aufgenommen.
    Die ersten Beratungen, die ich gegeben habe, waren ein Sprung weit raus aus meiner Komfortzone, aber ich liebe es! Ich liebe es zu sehen, wie Menschen aus jedem Gespräch mindestens eine Kleinigkeit mit in ihr Leben nehmen. Ich liebe es, Menschen wachsen zu sehen – in ihrem ganz persönlichen Tempo mit ihren ganz persönlichen Themen.

  1. Dezember 2021: Kämpfen – Diagnose Brustkrebs
    Um Weihnachten 2021 wurde mein Leben einmal komplett auf den Kopf gestellt. Ich hatte das Gefühl, als hätte jemand die Reset-Taste gedrückt. Plötzlich Brustkrebs – eine zunächst sehr gruselige Diagnose. Dazu dauerkrank geschrieben. Das war für ein Arbeitstier wie ich es bin eine riesige Umstellung. Plötzlich bin ich Lösungsforscherin für mich selbst. Vieles musste ich mir neu erkämpfen – vor allem die Selbstbestimmung. Ich habe für mich beschlossen, dass ich mich von dem kleinen Mistkerl in meiner Brust nicht kleinkriegen lasse. Deshalb versuche ich, trotzdem Sport zu machen – vor allem Yoga und Laufen geben mir Kraft. Meine Lauf-Kondition ist weit weit weg vom Marathon, aber ich bin stolz über jeden Kilometer, den ich doch irgendwie schaffe. Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt, weiß, dass ich immer mal wieder vor neuen, ungeplanten Herausforderungen stehe. Jedes Mal überlege ich mir sehr schnell – okay, was kann ich tun, um sie zu meistern? Wen kann ich eventuell auch im Hilfe bitten. Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie dankbar ich bin für all die Menschen, die mir beiseite stehen.
    Auch die Weiterbildung läuft weiter – sie findet zum Glück größtenteils online statt. Diese Weiterbildung gibt mir eine gewisse Struktur in der Woche.

  1. 29. Mai 2022: 5km Wettkampf – zurück kämpfen
    Durch die Chemotherapie war meine Kondition stark eingebrochen. Meine Lösung dazu hieß: kämpfen und langsam trainieren. Am Anfang mit vielen Spaziergängen und Nordic Walking, später dann mit immer mehr Lauf-Einheiten.
    Ich habe mir ein klares Ziel gesetzt: Ich möchte 5 km am Stück laufen. Bei einem offiziellen Straßenlauf.
    Am 29. Mai war es dann soweit. Am Start war ich wirklich nervös. Dass ich irgendwie im Ziel ankommen würde, stand außer Frage, aber werde ich durchlaufen oder auch mal gehen? Würde ich es schaffen, die 5 km komplett durchzulaufen?
    Ich hatte Unterstützung zwei wunderbare Laufpartnerinnen, die zusammen mit mir darauf geachtet haben, dass wir es nicht zu schnell angehen. Was soll ich sagen? Wir haben es gerockt! In einer Zeit, die ich nicht gewagt hätte, vorherzusagen. Im Ziel kamen kurz die Emotionen hoch – fast wie beim Marathon. Ich kann es es! Ich kann alles schaffen – auch wenn ich mal ausgebremst bin. Es gibt immer einen Weg.
Ingelheimer Halbe 2022 - im Ziel
Die Kondition kommt zurück – ich habe den 5km Lauf geschafft.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich möchte weiter nach Lösungen forschen.
Ich möchte viel zurückgeben und Menschen unterstützen, Lösungen zu finden, sich zu fokussieren und zu motivieren.
Ich möchte einen kleinen Teil dazu beitragen, deren Leben und damit die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Wie ich wurde was ich bin: mein Weg zur Lösungsforscherin in 15 Stationen

23 Gedanken zu „Wie ich wurde was ich bin: mein Weg zur Lösungsforscherin in 15 Stationen

  1. Heute las ich mit großem Interesse und steigender Hochachtung deine Geschichte! Du bist eine vorbildliche Kämpferin und auch Mutmacherin – das finde ich so wichtig! Zu zeigst, dass es immer einen Weg gibt und es sich zu kämpfen lohnt! Großartiger Beitrag von einer bewundernswerten Frau! Bleib dran und lass dich nicht unterkriegen. Und vor allem: schreib weiter deine Geschichte, um auch anderen Mut zu machen! Das ist der beste Weg um dich selbst auch immer wieder zu motivieren! Viel Kraft und alles Gute auf deinem weiteren Weg! ❤️💪🏻

  2. Was für eine ganz besondere Geschichte, danke fürs Teilen und Deine Offenheit. Ja, man muss nicht alles wissen, aber wissen wo es steht. Das ist auch mein Motto. Iregndwie kommt mir das bekannt vor, Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht will und mir nicht zutraue. Das sind regelrechte Wachstumsbooster, habe ich festgestellt. Und das mit den Unwägbarkeiten und Herausforderungen,
    darun habe ich es mittlerweile auch zur Meisterschaft gebracht. Ich vermute mal, dass Dir Deine Weiterbildung auch in der aktuellen Situation gut weiterhelfen wird und drücke Dir ganz festdie Daumen.

    Liebe Grüße von Marita

  3. Liebe Danielle! Du bist ein so wundervoller und positiver Mensch! Bin froh, dass ich Dich damals auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt kennengelernt habe und wir nach wie vor verbunden sind. Ich wünsche Dir nun einen guten neuen Start.

  4. Hallo Danielle,
    und nun schreibe ich doch mal und sende dir herzliche Grüße aus dem schönen Dorf deiner Kindheit. Da du mit meiner Tochter Mona ja schon in den Kindergarten und später auch zur Schule gegangen bist, bist du natürlich keine Fremde. Das Gambiafoto erinnerte mich daran, wie toll ich die Zöpfchen fand. Und du hast mir damals einen kleinen Holzelefanten mitgebracht. Danielle bleibe weiterhin so tapfer, egal wohin dich dein Weg führen wird. Ich denke ganz oft an dich.
    Viele Grüße von Martina

    1. Liebe Martina,
      ach das ist aber schön, von Dir zu hören 🙂 Ich wusste nicht, dass mein Blog so weiter Kreise zieht und freue mich umso mehr über altbekannte Kontakte 😊
      Ich freue mich über jede einzelne Person, die meinen Blog verfolgt. Ja und die Zöpfe waren super, weil die Frisur plötzlich so pflegeleicht wurde – ungefähr so pflegeleicht wie ich sie jetzt trage 😅
      Ganz liebe Grüße in die alte Heimat!!
      Danielle

  5. Liebe Danielle,

    ich bin total beeindruckt von deinem Text und bin begeistert von deiner Kraft und deiner Begeisterung für Neues! Mir deiner Lauf-Geschichte hast du mich gepackt – ich bin unsportlich, bewege mich aber gerne. Wäre Ingelheim nicht ein bisschen weit um dort zum regelmäßigen Training hinzufahren, würde ich mal bei Annett anklopfen. Jetzt schaue ich einfach mal bei mir, ob ich vielleicht eine Annett für mich finden. Neben der Lösungsfinderin bist du also auch eine 1a Ideengeberin. Vielen Dank dafür!

    Viele Grüße und alles Gute
    Ilka

    1. Liebe Ilka,

      es freut mich, wenn ich dir Ideen geben konnte. Gute Trainer/innen gibt es ganz bestimmt auch in anderen Städten. Letztlich muss die Chemie stimmen zwischen Euch und da muss man manchmal ein bisschen rumprobieren.
      Ich wünsche Dir damit viel Erfolg!

      Liebe Grüße
      Danielle

  6. Liebe Danielle,
    ich bin so unglaublich stolz auf dich und überglücklich, dass wir uns vor ein paar Jahren über den Weg gelaufen sind 😉 Unlgaublich, was eine tolle Frau ich sportlich schon seit vielen Jahren unterstützen darf.
    Ich glaube ganz fest an die Verwirklichung unseres gemeinsamen Ziels 🙂

    1. Liebe Annett,
      ich bin dir unfassbar dankbar, dass du mich sportlich immer wieder aufbaust und voran bringst und ich bin dankbar, dass uns inzwischen viel mehr verbindet als “nur” der Sport ❤️

  7. Hi Danielle, habe gerade Deinen Blogartikel gelesen und finde ihn super. Du bist eine Power-Frau und hast eine beeindruckende Geschichte. Hab Deinen Blog in meinen Feedreader aufgenommen. Bis bald mal, Grüße aus dem Frankfurter Ostend, vielleicht auch mal auf einen Kaffee in der Stadt?

    Grüße,
    Alex

  8. Danke für deine Lebensfreude, deine Energie und deinen Kampfgeist! Kein Wunder, dass dir die Sportlehrer*innen bessere Ergebnisse aufgeschrieben wollten. Du hast sie sicher einfach beeindruckt mit deiner Art und Weise.
    1980 war einfach ein sauguter Jahrgang! 😉
    Wir wünschen dir viel Kraft und Unterstützung für deinen Weg, die richtigen Einstellung hast du auf alle Fälle und im Zweifelsfall blick auf das zurück, was du schon alles gemeistert hast. Wir haben eine Zeitlang auf den Andamanen gelebt und es geliebt. Indien hat auf jeden Fall einen besonderen Platz in unserem Herzen. Toll, dass du dich noch immer engagierst.
    Kennst du „I run for life“ von Melissa Everidge? Könnte deine Hymne sein.
    Du packt’s das nicht nur, du inspirierst ganz „nebenbei“ noch andere.

    1. Liebe Nicola,
      ja 1980 war wirklich ein fantastischer Jahrgang 🤪
      Ich freue mich, wenn ich andere Menschen inspirieren kann oder wenigstens motivieren, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen 😌

  9. Wow, what a story! Ich habe festgestellt, dass wir viele ähnliche Erfahrungen gemacht und Wege beschritten haben. Mir hat Frau Vorwerk (Englisch Lehrerin) ja immer klar zu verstehen gegeben, dass Sprachen nicht so mein Ding sind. Ich habe dann Übersetzungswissenschaften für Englisch und Spanisch studiert und heute noch große Freude und leuchtende Augen beim Sprechen von Fremdsprachen und Erleben anderer Kulturen. Mein Motto lautet immer, dass dir das Leben immer das gibt, was du brauchst und nicht was du willst. Ich musste oft später erkennen, dass das nicht gewollte oft das Richtige für mich war. Eine sehr inspirierende Geschichte! Liebe Grüße, Wencke

    1. Liebe Wencke, ja das Leben nimmt oft spannende Wendungen. Tatsächlich glaube ich, dass jede Erfahrung – egal ob gut oder nicht so gut – uns ein Stück stärker macht.
      Auch aus meinem aktuellen Lebensabschnitt nehme ich sehr viel Positives mit 😎

    1. Liebe Andrea,

      das tue ich. Der kleine Mistkerl hat schon ordentlich Angst bekommen und natürlich kämpfe euch weiter, denn so leicht bin ich nicht klein zu kriegen 🤪

  10. Ich für meinen Teil möchte Danke sagen für den tollen Lauf am Sonntag! Es hat Spaß gemacht und war wirklich gutes Teamwork. 🙂 Jederzeit gerne wieder!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Nach oben scrollen