Monatsrückblick Juli 2022: Die Brust-OP und das Leben drum herum

Monatsrückblick Juli 2022

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Vieles ist passiert in den letzten Wochen – Zeit also für den Monatsrückblick Juli 2022.

Der Juli 2022 stand ganz im Zeichen der Brust-OP, aber zum Glück gab es noch jede Manege andere Dinge, die man „das Leben“ nennt. Der Monat begann zunächst mit einer Auszeit für die ganze Familie in der Wildnis. Hier konnte ich nochmal abschalten und Energie tanken.

Danach ging es los mit dem Ärzte-Marathon: die Brust-OP inklusive Vor- und Nachbereitung. Der Alltag war aber zudem begleitet vom Überfluss in unserem Hochbeet, welcher die Kreativität in der Küche (immer noch) etwas herausfordert.

Brennnesselsamen und gegrillten Bananen: Wir begeben uns in die Wildnis

Gestartet hat der Monat mit einer wunderbaren Familienauszeit in der Wildnis. Im Südschwarzwald waren hat die liebe Uli von freiluft uns und zwei weiteren Familien gezeigt, wie man in der Wildnis überleben kann.

Von Uli konnten wir uns alles leihen, was wir benötigen: Schlafsack, Tarp (um darunter zu schlafen), Unterlagen zum Schlafen, Teller und Tassen. Nur unser Besteck mussten wir selbst mitbringen.

Damit man in der Wildnis überleben kann, hat Uli uns mitgenommen in die Geschichte eines jungen Abenteurers (ich meine, sie hatte ihn John getauft), der plötzlich seine Orientierung verloren und somit ein paar Tage in der Wildnis verbringen musste. Was braucht er wohl? Klar! Wasser, Essen und einen Unterschlupf – aber auch einigermaßen sortierte Gedanken. Im Panikmodus kann man nämlich nicht so sonderlich gute Entscheidungen treffen.

So sind wir zusammen losgezogen und haben geschaut, ob wir Wasser finden. Uli hat uns gezeigt, welche Pflanzen man essen kann. Neben Beeren standen somit auch Brennnessel-Samen und junge Douglasien-Nadeln auf der Speisekarte. Dann haben wir Holz und sonstige Naturmaterialien gesammelt und gemeinsam eine Schutzhütte gebaut. Meine Tochter war so mutig und hat darin letztlich übernachtet. Alle anderen haben in ihren Zelten oder unter einem Tarp (also einer Plane, die mit Stöcken und Leinen festgemacht wird) geschlafen.

Ein großes Thema war natürlich das Feuer machen. Uli hatte verschiedene Hilfsmittel dabei und hat uns auch gezeigt, welche Materialien sind besonders gut eignen, um erstmal die ersten Flammen zu entfachen. Außerdem hatte sie spannende Outdoor-Rezepte (und die erforderlichen Zutaten) dabei. So haben wir Gemüse und auch Bananen gegrillt.

Es war ein wunderbares, abwechslungsreiches Wochenende, an dem wir viel gelernt haben und vor allem auch jede Menge Spaß hatten.

Brusterhaltende OP und neue Routinen

Über meine Brust-OP habe ich ja schon einiges geschrieben: sowohl über die Vorbereitung als auch über meine Zeit in der Klinik. Ganze drei Nächte durfte ich mit „all-inclusive“-Verpflegung im Krankenhaus bleiben. Das Problem war, dass die Drainage, die das Blut aus der Wunde abgefangen hat, nicht früher entfernt werden konnte.

Der Befund ließ etwas auf sich warten. Dieses Warten hat wirklich sehr an mir gezerrt. Umso mehr habe ich mich über das Ergebnis gefreut. Die Ärztin konnte sie mir berichten, dass alles, was da nicht hin gehört, entfernt werden konnte. Ich bin also jetzt quasi krebsfrei. Das war und ist eine riesige Erleichterung für mich!!

Drei Wochen lang durfte ich Tag und Nacht einen Kompressions-BH tragen. Seit ein paar Tagen brauche ich den jetzt nur noch tagsüber. Inzwischen ist auch alles relativ gut verheilt und ich kann mich auch wieder ganz gut bewegen. Gestern habe ich mir einen der Fäden gezogen, weil die Fadenenden unter der Achsel mich ziemlich genervt haben. Nur den linken Arm kann ich immer noch nicht wieder komplett strecken.

Damit ich nicht komplett einroste, habe ich es mir zur Routine gemacht, jeden Morgen mindestens 20 Minuten spazieren zu gehen. Meistens wird es etwas länger. Der Spaziergang lässt sich super gut verbinden mit den Übungen, die ich nach der OP bekommen habe, um die Lymphgefäße in Schwung zu behalten.

Erntezeit: Zucchini im Überfluss

Als ich im Frühjahr die Zucchini-Samen in Hochbeet gebracht hatte, wäre mit im Traum nicht eingefallen, dass die so ertragreich sind. Ok, sich habe auch besten Kompost bekommen. Jetzt haben wie so viele Zucchini, dass uns langsam die Ideen für deren Verarbeitung ausgehen.

Es gab bei uns schon:

  • Zucchini Gemüse in der Pfanne
  • Zucchini Gemüse aus dem Ofen
  • Zoodles
  • Zucchini-Schoko-Mousse
  • Zucchini-Chutney
  • Zucchini-Kuchen
  • vegane Burger Patties auf Zucchini-Basis

Mein Favorit ist das Schoko-Mouse, aber ich werde noch weitere Rezepte ausprobieren. Es kommen immer noch neue Zucchini nach.

Das Hochbeet gibt dieses Jahr einiges her:
Neben den Zucchini geben jetzt auch die Gurken Gas – dicht gefolgt von den Busch-Bohnen.

Monatsrückblick Juli 2022: Was sonst noch los war

  • Ich habe an einer Meal-Prep-Challenge von Prep.Eat.Love teilgenommen und gelernt, wie man mit nur wenig Aufwand einiges vorbereiten kann. Ziel ist es, dass dann am Ende schnell eine Mahlzeit gezaubert werden kann.
  • Seit einer gefühlten Ewigkeit war ich mal wieder auf einem Konzert. Auch wenn ich bewegungstechnisch noch ein bisschen eingeschränkt war, tat es gut, mal wieder ein bisschen abzurocken.
  • Während die Kinder im Urlaub mit den Großeltern waren, haben mein Mann und ich uns eine kleine Wellness-Auszeit genommen. Dabei durfte ich entdecken, dass es auch alkoholfreien Gin Tonic gibt und dieser sogar ziemlich lecker ist.
  • Die Haare sprießen wieder! So schnell kann man gar nicht gucken, wie sie überall wieder wachsen – sogar an den Augenbrauen!
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Monatsrückblick Juli 2022: Die Brust-OP und das Leben drum herum

Ein Gedanke zu „Monatsrückblick Juli 2022: Die Brust-OP und das Leben drum herum

  1. Liebe Danielle!
    Wow, was für ein Abenteuer! Du hast eine richtig mutige Tochter. Ich würde mich das mit meinen 42 Jahren nicht trauen. Ich würde wahrscheinlich kein Auge zubekommen.
    Danke, dass du so offen von der OP erzählst. Gratulation zu deinem „quasi krebsfrei“! Gute Genesung weiterhin.
    Liebe Grüße
    Daniela

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