Einblick: 2 Tage Vorbereitung der Brustkrebs Operation

Dont Panic - Vorbereitung der Brustkrebs Operation

Uiuiui .. nachdem es in den letzten Wochen vor allem um Regeneration ging, war diese Woche schon wieder ordentlich was los.

Ich befinde mich in der OP-Woche. Endlich!

Die Operation ist am Donnerstag, die Vorbereitung der Brustkrebs Operation beginnt jedoch schon zwei Tage vorher.
Die Klinik hat mir ein kleines Programm gestrickt, das es als Vorbereitung abzuarbeiten gilt.

In diesem Artikel nehme ich euch mit auf meine Stationen zur Vorbereitung der Brustkrebs Operation.

Vorbereitung der Brustkrebs Operation – Tag 1

Am Dienstag durfte ich zunächst in der Klinik vorsprechen. Da mein Mann unser Auto in Beschlag genommen hat, habe ich mich aufs E-Bike geschwungen. Die Strecke von zu Hause bis zur Klinik beträgt ca. 12,5 km. Ich bin ganz stolz, dass ich den Weg mit Hilfe der Komoot-App gefunden habe. Pünktlich um 9:00 war ich bei der Anmeldung.

Vorbereitung der Brustkrebs Operation - mit dem Fahrrad in die Klinik
Mit dem Fahrrad zur OP Vorbereitung

Blut und andere Flüssigkeiten

Ich wurde dann erstmal zum Pipi machen geschickt und durfte mich dann im Warten üben. Es waren noch einige andere Patientinnen und Patienten dort, die einen OP-Vorbereitungstermin hatten. Nicht nur Brustkrebs-Kandidatinnen.

Als ich dann endlich dran war, durfte ich noch etwas Blut da lassen und ein paar Anamnese-Frage beantworten. Größe und Gewicht habe ich an dem Tag bestimmt drei mal angeben müssen. Außerdem wurden Abstriche zu Krankenhaus-Keimen und natürlich ein PCR-Test gemacht.

Vorgespräch zur Narkose

Nach der Blutentnahme ging es zur Anästhesie-Aufklärung. Mir wurden alle diverse potentielle Nebenwirkungen aufgezählt, die von der Narkose verursacht werden könnten: von allergischen Reaktionen über Übelkeit hin zu Lungenentzündung und Blutdruckschwankungen. Unter der OP bekomme ich davon hoffentlich nichts mit und die Ärzte werden das gegebenenfalls schon in den Griff bekommen.

Die für mich wichtigste Information war eigentlich nur, dass ich bis 0:00 am OP-Tag alles essen darf. Danach sind nur noch stilles Wasser und schwarzer Kaffee erlaubt. Na immerhin Kaffee. Dann werde ich das schon irgendwie hinkriegen.

Freudiges Wiedersehen im Brustzentrum

Der nächste Punkt auf meinem Laufzettel war die Vorbereitung der Brustkrebs Operation im Brustzentrum. Hier fühlte ich mich irgendwie schon fast wie zu Hause. Zu meiner großen Freude war meine Haupt-Ansprechpartnerin dort nach längerer Krankheit endlich wieder im Haus. Das ist die Ärztin, die mich dort von Anfang an begleitet hat und sich für mich ins Zeug gelegt hat, damit ich trotz Corona irgendwie mit den Chemos weitermachen kann.

Die Ärztin hat nochmal einen Ultraschall gemacht und dann schon mal die Markierung für die geplanten Schnitte unter der OP vorgenommen. Das heißt, sie hat mit einem wasserfesten Stift die vorgesehenen Schnitte auf meine Haut gezeichnet. Ob das wohl bis übermorgen halten würde? Auf diese Frage hin meinte die Ärztin, dass sie einfach Durchpflaster drüber klebt. Dann hält das schon. 😅

Markierung der geplanten Schnitte bei der Brust-OP
Die Ärztin hat schon mal markiert, wo sie schneiden will.

Darüber hinaus hat die Ärztin mir noch ein bisschen mehr zur Operation erklärt. Die Operation wird ca. 1 – 1,5 Stunden dauern. Danach bleibe ich noch eine – maximal zwei Nächte im Krankenhaus. Neben dem Gewebe, das den Tumor umschlossen hatte, wird der Wächterlymphknoten entfernt. Deshalb gibt es auch einen zweiten Schnitt in der Achselhöhle. Für die Markierung der Wächterlymphknoten hat die Klinik mir einen Termin für den Mittwoch ausgehändigt. Die Befunde darf ich dann mit in den OP-Saal nehmen.

Wartezeit sinnvoll nutzen

Mein Besuch in der Klinik war mit viel Wartezeit verbunden. Die Damen von der Anmeldung im Brustzentrum haben mir ein Rezept für Kompressions-BHs gegeben. Somit konnte ich die Wartezeit überbrücken und in den Laden des Sanitätshauses gehen, der sich direkt in der Klinik befindet. Natürlich hätte ich auch in ein anderes Sanitätshaus gehen können, aber zeitlich hatte ich nicht so sonderlich viel Spielraum. Zur Operation muss ich einen Kompressions-BH direkt mitbringen.

Die Verkäuferin in dem Laden war unglaublich freundlich und hat mich super beraten. So habe ich am Ende das Krankenhaus mit Shopping-Tüte verlassen.

Insgesamt war ich ganze 4 Stunden in der Klinik und bin dann gut vorbereitet wieder nach Hause geradelt.

Was zu dem Zeitpunkt noch offen blieb, war die endgültige Uhrzeit für die Brust-OP. Die sollte ich am folgenden Tag telefonisch erfragen.

Vorbereitung der Brustkrebs Operation – Tag 2

Am zweiten Vorbereitungstag habe ich statt Fahrrad das Auto gewählt. Grund ist, dass ich dieses Mal schon um 8:00 da sein musste und ich ehrlich gesagt morgens nicht so in Stress geraten wollte.

Zu meiner Überraschung war sogar das Parkhaus wegen Baumaßnahmen kostenlos.

Nuklear-Medizin: Wieder mal radioaktiv

Genau in dieser Praxis war ich auch im Januar zum Knochenszintigramm. Immerhin musste ich dieses Mal den Eingang nicht suchen.

Danielle zurück in der Nuklearmedizin
Wie vor 6 Monaten sitze ich wieder hier in der Nuklearmedizin

Eine Ärztin hat mir dieses Mal eine radioaktive Substanz direkt in die Brust gespritzt. Das waren 2 Pikser. Diese Substanz sollte die Lymphflüssigkeit sichtbar machen und zeigen, wohin diese vom Tumor aus fließt. Nach der Spritze hatte ich eine Stunde Wartezeit, damit sich das gut verteilt. Ich bekam jedoch die Auflage, die Brust immer gut zu massieren, damit sich das radioaktive Zeugs gut verteilen kann.

Ich habe die Zeit genutzt und bin durch Mainz gezogen, weil ich noch ein paar Dinge besorgen musste. Schon irgendwie komisch, wenn man so in der Stadt rum läuft und immer mal wieder die Brust massiert. Für Außerstehende sah es aber bestimmt so aus, als würde ich gerade mal mein T-Shirt zurecht rücken.

Zurück in der Praxis hat dann ein Computer diesen Bereich gescannt und fotografiert. Die Einstichstellen von der Spritze wurden mit einem kleinen Bleiblock abgedeckt. Der war ganz schön schwer. Der Lymphknoten, der am meisten leuchtete, wurde als Wächterlymphknoten identifiziert. Die Damen in der Praxis haben mir weitere Markierungen auf die Haut gemalt. Ich nehme an, sie dienen dazu, dass man unter der OP in etwa weiß, wo man suchen muss.

Jetzt bin ich ganz bunt bemalt, obwohl Fastnacht noch ganz weit weg ist.

Markierung der Lymphknoten
Kriegsbemalung oder Dekoration? Markierung der Lymphknoten

Wartezimmer-Gespräche

Nach der Markierung musste ich noch auf Unterlagen warten und wurde von einer Frau angesprochen, die offenbar kurz vor ihrer Chemotherapie steht. Sie war – verständlicherweise – noch sehr nervös wegen der Dinge, die sie erwarten.

Immerhin konnte ich ihr guten Gewissens sagen, dass man auch während einer Chemotherapie noch ein bisschen Normalität haben kann. Klar, geht jede/r ihren/seinen eigenen Weg. Ich bin aber überzeugt, dass vielen von der inneren Einstellung abhängt.

Der Patientin habe ich meinen Blog genannt. Falls sie sich die URL gemerkt hat und diese Zeilen hier liest – dann sende ich ihr liebe Grüße und viel Kraft für den Weg, der vor ihr liegt.

Einweisung

Nach der Nuklear-Medizin habe ich noch einen kleinen Abstecher zu meiner Frauenärztin gemacht. Für die Klinik brauchte ich noch eine offizielle Einweisung. Es war schön, dass ich meine Frauenärztin zufällig auch persönlich angetroffen habe. Das gibt mir irgendwie nochmal Extra-Power.

Telefonate

Zum Abschluss der Vorbereitung der Brustkrebs Operation habe ich noch zwei wichtige Telefonate geführt.

Telefonat mit der Ärztin: kleine Planänderung

Während ich noch unter dem Scanner lag, gab es einen Anruf in der Praxis. Meine Ärztin aus der Klinik wollte mich unbedingt sprechen.
Leider musste sie mir mitteilen, dass sie mich doch nicht operieren kann. Sie hat leider Corona. Dafür wird ihr Chef die Operation übernehmen. Es ist ein bisschen schade, denn sie hat mich ja quasi von Anfang an begleitet. Ich denke aber, dass ihr Chef auch einen guten Job leisten wird. Sympathisch wirkt er auf jeden Fall.

Telefonat mit der Klinik

Nachmittags durfte ich nochmal in der Klinik anrufen und meinen genauen OP Termin erfragen. Ich weiß jetzt sicher, dass ich erst gegen Mittag dort sein muss. Die Operation ist für nachmittags angesetzt. Ich habe also morgen Vormittag noch etwas Zeit, in Ruhe zu packen.


Nach diesen beiden Tagen fühle ich mich gut vorbereitet auf die Brust-OP und blicke optimistisch auf morgen.

Einblick: 2 Tage Vorbereitung der Brustkrebs Operation

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